Rüst- und Waffenkammer

In der Empfangshalle des Rübenacher Hauses, auch Rüst- und Waffenkammer genannt, befindet sich eine umfangreiche Sammlung an sehenswerten Rüstungen, Hellebarden und sogar orientalischen Waffen. Sie spiegelt über Jahrhunderte hinweg die wechselvolle Historie der Burg Eltz wider. Neben den wahrscheinlich ältesten erhaltenen Kanonenbolzen aus dem 14. Jahrhundert sind vor allem die Feuerwaffen bemerkenswert. Die Wall- oder Hakenbüchsen stammen bereits aus dem 15. Jahrhundert. Ob Beutestück während der Türkenkriege oder Andenken an ruhmreiche Turniere – die Sammlung in diesem Raum vermittelt interessante Einblicke in die kriegerische Vergangenheit deutscher adliger Familien. Waffenkammer

Hellebarde

Hellebarden wie diese waren typische Hieb- und Stoßwaffen der einfachen Fußsoldaten. Sie dienten auch dazu, feindliche Ritter während des Kampfes vom Pferd zu ziehen. War dies erst einmal gelungen, hatten die Soldaten leichtes Spiel: Aufgrund der bis zu 40 kg schweren Rüstungen waren die "unters Fußvolk geratenen" Ritter nahezu unbeweglich und ihren Gegnern hilflos ausgeliefert. Hellebarden

Wall- oder Hakenbüchsen

Diese Büchsen gehören zu den frühesten Feuerwaffen. Die ältesten dieser Sammlung stammen bereits aus dem 15. Jahrhundert. Ihre Wirkung war schlichtweg umwerfend: Um den mächtigen Rückstoß abzufangen, mußte man sie mit dem Haken in eine Mauer einsetzen. Schießen konnte man damit bis zu 200 Meter weit – Treffen war allerdings Glücksache. Wallbüchsen

Die hier beschriebenen Gegenstände sind nur einige von vielen Sehenswürdigkeiten, die Sie in der Rüst- und Waffenkammer erwarten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!