| Das Schlafgemach mit seinem prachtvollen Himmelbett aus dem frühen 16. Jahrhundert befindet sich im Obergeschoß des Rübenacher Hauses. An diesem Raum läßt sich sehr gut die Eleganz und hohe Wohnkultur der späten Gotik erkennen. Die dekorativen Wandmalereien mit den üppigen Blumen-, Frucht- und Rankendarstellungen stammen aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Auch der Kapellenerker mit seinen hervorragend erhaltenen Bleiglasfenstern aus dem 15. und 16. Jahrhundert verdient besondere Beachtung. Das Schlafgemach wurde teilweise auch als Wohnzimmer genutzt – im späten Mittelalter erfüllten die Räume häufig mehrere Funktionen. Daß man damals bereits Sinn für Hygiene besaß, zeigt der Toilettenerker mit seiner für das Mittelalter technisch bemerkenswerten Regenwasserreinigung. | ![]() |
| Ein Baldachin mit spätgotischen Jagd-, Kampf- und Turnierszenen, dazu noch historische Ahnenwappen auf der Frontseite – das prachtvolle Himmelbett aus dem Jahre 1520 hat Seltenheitswert. Dabei beeindruckt nicht nur seine aufwendige Verarbeitung, sondern auch die Funktionalität: Da das Bett auf Stufen steht, konnte die aufsteigende Wärme im Raum besser genutzt werden. Auch die Vorhänge schützten vor der Kälte, die trotz des Kaminfeuers herrschte.
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Bereits im späten Mittelalter bewies man Sinn für Hygiene. Das zeigt der im 19. Jahrhundert restaurierte "Abort-Erker", einer von 20 Zimmertoiletten der Burg Eltz. Er funktionierte mit einer Art Wasserspülung, die bei Regen besonders wirksam war. Das Abwasser wurde dann von den Dächern durch verlängerte Toilettenschächte abgeleitet.
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Die hier beschriebenen Objekte sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die Sie im Schlafgemach erwarten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!