Der Rittersaal

Dieser imposante Saal mit der schweren Eichenbalkendecke und den Familienwappen ist der größte Raum der Burg Eltz. Er diente den früheren Bewohnern als Fest- und Versammlungsort. Auf die bei Verhandlungen herrschende Redefreiheit weisen heute noch "Narrenmasken" unter dem Mittelbalken und in den Raumecken hin. Parallel dazu erinnert die "Schweigerose" über dem Ausgang an die entsprechende Schweigepflicht nach dem Verlassen des Saales. Zum mit Rüstungen, Waffen und Kriegsgeräten ausgestatteten "Rittersaal" wurde der Raum erst während der Romantik im 19. Jahrhundert. Er ist reich an kunsthistorischen Besonderheiten, wie z. B. dem wertvollen Gobelin aus dem späten 17. Jahrhundert oder dem 60 Pfund schweren Maximilianharnisch.


Gobelin

Dieser Gobelin – eine Tapisserie aus der königlichen Manufaktur der Gobelin in Paris – stammt aus dem späten 17. Jahrhundert. Er zeigt das Nachtmahl des griechischen Sonnengotts Helios und der Mondgöttin Selene inmitten der neun Musen. Dieser Gobelin ist eine Hommage an Ludwig XIV., der sich selbst als Sonnenkönig bezeichnete und bei Festen häufig als Sonnengott auftrat. Image

Maximilianharnisch

Dieser "Maximilianische Riffelharnisch" ist beachtliche 60 Pfund schwer und stammt aus der Zeit um 1520. Er wurde nach Kaiser Maximilian benannt – dem "letzten Ritter". Die riffelartige Form seiner Panzerplatten machte den Harnisch besonders stabil. Als sich die Entwicklung der Feuerwaffen immer mehr durchsetzte, boten auch die Rüstungen keinen optimalen Schutz mehr – sie gehörten plötzlich zum alten Eisen. Maximilianharnisch

Die hier beschriebenen Objekte sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die Sie im Rittersaal erwarten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!